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Berechnungsleitfaden

So berechnen Sie die Schnittzeit beim Laserzuschnitt

Die Schnittzeit ist die Basis für jeden Stückpreis. Sie hängt von drei Kennzahlen ab: der gesamten Schnittlänge, der Schneidgeschwindigkeit für Material und Blechdicke sowie der Anzahl der Einstiche, um einen Konturzug zu starten.

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Die Formel

  • Schnittzeit (min) = Schnittlänge (mm) ÷ Geschwindigkeit (mm/min)
  • Einstichzeit (min) = Anzahl Einstiche × Zeit pro Einstich (s) ÷ 60
  • Gesamtzeit = (Schnitt + Einstiche) × Stückzahl + Rüstzeit
  • Maschinenkosten = Gesamtzeit (h) × Maschinenstundensatz

Beispiel

PostenWert
TeilFlansch aus Baustahl 3 mm, 1.250 mm Schnitt, 9 Bohrungen
Geschwindigkeit2.400 mm/min (40 mm/s)
Einstichzeit0,6 s pro Einstich
Schnitt1.250 ÷ 2.400 = 0,52 min
Einstiche10 Einstiche (9 + Außenkontur) × 0,6 s = 6 s = 0,10 min
Pro Teil0,62 min · 50 Stück = 31 min

Schneidgeschwindigkeit nach Blechdicke

Mit steigender Dicke sinkt die Geschwindigkeit, aber nicht linear: Eine Verdopplung der Dicke reduziert die Geschwindigkeit bei dünnen Blechen deutlich stärker als um die Hälfte und bei dicken Blechen schwächer. Lineares Interpolieren zwischen zwei Dicken führt deshalb zu Zeitfehlern.

In MakerCutt hinterlegen Sie die Geschwindigkeit der dünnsten und der dicksten Dicke einer Materialfamilie, und das System schlägt die Zwischenwerte per umgekehrter Proportionalität zur Dicke vor. Auch außerhalb des Bereichs (dünner oder dicker) gibt es Vorschläge, und die Einstichzeit folgt derselben Logik. Die Geschwindigkeit wird in mm/min und mm/s angezeigt.

Häufige Fehler

  • Nach Fläche abrechnen: Zwei Teile mit gleicher Fläche können sehr unterschiedliche Zeiten haben
  • Einstiche vergessen: Teile mit vielen kleinen Bohrungen benötigen mehr Einstich- als Schnittzeit
  • Die Maximalwerte aus Hersteller-Tabellen statt der alltagsüblichen Maschinenwerte verwenden
  • Sollzeiten nicht mit den Istzeiten ausgewählter Teile vergleichen

Ganz ohne manuelles Messen

In MakerCutt Factory werden Schnittlänge und Einstiche aus dem DXF gelesen, die Geschwindigkeit und die Einstichzeit kommen aus dem Materialstamm je Maschine, und die Zeit fließt direkt in Preis, Liefertermin und Produktionswarteschlange ein.

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Häufige Fragen

Wie hoch ist die Schneidgeschwindigkeit beim Faserlaser?

Das hängt von Leistung, Gas und Material ab. Nutzen Sie die Tabelle Ihrer Maschine als Ausgangspunkt und justieren Sie anhand von Istzeiten nach; im System hinterlegen Sie die Geschwindigkeit je Material, Dicke und Maschine.

Zählt die Verfahrzeit mit in die Berechnung?

Zwischen Konturen verfährt der Kopf sehr schnell. Für die meisten Teile deckt eine Rüstzeit pro Auftrag diese Leerfahrten ab; Teile mit vielen kleinen Konturen brauchen eine größere Reserve.

Wie rechne ich mm/min in mm/s um?

Durch 60 teilen. Beispiel: 2.400 mm/min = 40 mm/s.

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